Kontroversen: Sigmund-Freud-Vorlesungen 2007
Kontroversen durchziehen die Psychoanalyse von Beginn ihrer Geschichte an. Die Auseinandersetzungen haben bis heute eine essentielle Funktion bei der Generierung und Erprobung theoretischer und klinischer Neuerungen.
Folge davon sind nicht nur die bekannten Abspaltungen. Im Feuer dieser wissenschaftlichen Streits wird in der Psychoanalyse auch immer wieder zusammengehalten, was in oft recht divergenten Schwerpunktsetzungen entwickelt wird. Über Prüfung, Verwerfung oder aber Integration in das schon bestehende sperrige Theoriekorpus formt sich, was man in einem gegebenen Zeitraum unter Psychoanalyse versteht.
Diese Auseinandersetzungen werden von realen Personen in einer jeweils ganz spezifischen individuellen, kulturellen und historischen Situation ausgetragen. Das Wissen darum ist für das Verständnis der Debatten unerlässlich.
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