Sigmund Freud Vorlesungen 2026 - Live-Stream (Gesamtpaket 2026)

Ein Katalog der Ausschweifungen: Psychoanalytische Überlegungen zu Hochmut, Zorn, Trägheit, Völlerei und Wollust
 

Tagung 1
Freitag, 8. Mai 2026, 16:00—20:30 Uhr
Samstag, 9. Mai 2026, 9:00—14:30 Uhr

Tagung 2
Freitag, 6. November 2026, 16:00—20:30 Uhr
Samstag, 7. November 2026, 9:00—14:30 Uhr

Haben sich die Sigmund-Freud-Vorlesungen letztes Jahr der Gier und dem Neid gewidmet – Affekte, mit denen die Psychoanalyse sich besonders ausgiebig beschäftigt hat –, so wenden sie sich heuer jenen fünf „Lastern“ zu, die den Reigen der sieben Todsünden vervollständigen: Hochmut, Zorn, Trägheit, Wollust und Völlerei stehen im Fokus der Untersuchungen des Jahres 2026.

Wie können wir die früher als Todsünden bezeichneten Affekte und das Grauen vor ihnen heute beschreiben und verstehen? Wie nennen wir sie heute? Gibt es charakteristische Konstellationen, in denen sie sich manifestieren? Wie stellt sich der klinische Umgang mit ihnen dar? Besitzen sie tatsächlich ein jeweils spezifisches destruktives Potenzial? Und wenn ja, worin besteht es, wie manifestiert es sich auf der persönlichen und auf der kollektiven Ebene?

Programm

Freitag, 8. Mai 2026

16:00 Registrierung
16:15 Begrüßung und Einleitung

16:30–18:00
Moderation: Robert Müller
Stephan Doering 
Wollust auf der Couch – vom Begehren in der Psychoanalyse
Eveline List
Hassliebe: „While I am loving you I am destroying you“ (Winnicott, 1968)


18:30–20:30
Moderation: Paul Hüttinger
Lisa Emanuely
„Der die Schwere meines Zorns zu fühlen hat“: Zorn, gelesen durch das Redressement der Verdrängungsarbeit
Udo Hock 
Urszenen des Zorns

Samstag, 9. Mai 2026

9:00–10:30
Moderation: Helene Griendl
Sebastian Baryli 
Wollust, Sexpositivity und das Problem des Sexualtabus
August Ruhs 
Von der Sünde zur Tugend: Die Korrumpierbarkeit des Über-Ich am Beispiel der Wollust

11:00–12:30
Moderation: Moira Atria
Irina Kazakova 
Superbia epistemica: Zur Hybris des (Nicht-)Wissens in der psychoanalytischen Arbeit
Martin Eleven 
Hochmut und Arroganz: Vom allzumenschlichen Versuch, wie Gott zu sein

13:00–14:30
Moderation: Angelika Purkathofer
Podiumsdiskussion: Die Todsünden – Überschuss versus Mangel oder Gut versus Böse?
Mit Suzy Kirsch, Miriam Klauser, Wolfgang Oswald, Andreas Rechling und dem Publikum

Rahmenprogramm
19:00, Metrokino: The Party, Sally Potter, GB 2017 (OmU)
Mit einer Einführung von Beate Hofstadler

Freitag, 7. November 2026

16:00 Registrierung
16:15 Begrüßung und Einleitung

16:30–18:00
Moderation: Barbara Delacher
Amelie Zadeh, Laura Waschulin 
“ 'Cause Darling I’m a Nightmare Dressed like a Daydream” - Die sünd- und tugendhaften Ausschweifungen der Taylor Swift. Ein Erfolgsrezept?
Sonia Grassberger
Acedia: Fluch der Gleichgültigkeit und Verlust des Gestaltungswillens

18:30–20:30
Moderation: Monika Huber
Sabine Podiwinsky 
Das brennende Selbst - Hochmut, Zorn, Trägheit, Völlerei und Wollust als Formen der Affektregulation
Peter Schneider 
It’s the economy

Samstag, 8. November 2026

9:00–10:30
Moderation: Peter Skriboth
Doris Schneeberger 
Zwischen Hochmut und Verleugnung: Psychoanalytische Perspektiven auf Tierethik, Genuss und moralische Abwehr
Margarethe Engelhardt-Krajanek 
Wo Mangel zur Völlerei wird: Überlegungen zum unstillbaren Durst und zum Hunger, der nicht gesättigt werden kann

11:00–12:30
Moderation: Christine Garfath
Peter Wuzella 
Gleichschwebende Trägheit und freie Prokrastination – 50 Minuten
Vera Molnar, Alexander Schall 
Trägheit als Symptom unserer Zeit

13:00–14:30
Moderation: Simon Delacher
Willi Burian 
Unsere Todsünden und das Unbewusste in der Politik
Georg Gröller
Was macht die Sünde zur Sünde? - Von der Unterscheidung der Geister

Teilnahmegebühr:
 En Bloc: € 180/€ 100*
 * Ermäßigung für Studierende, TN des Psychotherapie-Propädeutikums und des Fachspezifikums

Ankündigungsbild: Erstellt mit KI von Canva

Sigmund Freud Vorlesungen 2026
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!
Veranstalter:  Wiener Psychoanalytische Akademie (WPA)
Zielgruppe: Interessierte an Psychoanalyse
Programmleitung: Sabine Schlüter, Rainer Gross
Preis der Veranstaltung: EUR 180,00
Reduzierter Preis: EUR 100,00
Termine:Alle Termine als VCalendar (ICS) speichern